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Meldungen – Juni 2026

Chint Solar Europe kauft 56 MW Batteriespeicher in Deutschland

Chint Solar Europe hat ein Batteriespeicher-Portfolio mit 56 MW / 180 MWh in Deutschland erfolgreich im Rahmen eines sogenannten Forward-COD-Deals veräußert, bei dem Projekte bereits vor ihrer IBN verkauft werden. Das Portfolio umfasst fünf Standorte in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg, Käufer ist der Stromhändler Second Foundation. Die Transaktion unterstreicht Chints Wandel hin zu einem integrierten Anbieter für Energieinfrastrukturlösungen. Chint bleibt für die schlüsselfertige Umsetzung sowie Betrieb und Wartung verantwortlich, während die Projekte zwischen 2026 und 2027 ans Netz gehen sollen. Der Deal gilt als innovatives Beispiel für den deutschen Speichermarkt und basiert auf einer komplementären Partnerschaft zwischen Projektentwicklung und Energiehandel.

Nextpower baut Präsenz im BESS-Markt aus

Nextpower baut seine Aktivitäten im Energiesektor weiter aus und übernimmt den Batteriespeicheranbieter Prevalon Energy für bis zu 365 Mio. US-Dollar. Mit der Akquisition erweitert das Unternehmen sein Angebot um Batteriespeichersysteme und Leistungselektronik, nachdem es sich bereits von einem reinen Anbieter von Solar-Nachführsystemen zu einem breiter aufgestellten Energietechnologieunternehmen entwickelt hat. Prevalon verfügt weltweit über mehr als 6 GWh installierte Speicherkapazität und bedient unter anderem Projekte für KI- und Hyperscale-Rechenzentren. Nextpower sieht insbesondere durch den steigenden Strombedarf von Rechenzentren großes Wachstumspotenzial im Speichersegment. Beide Unternehmen erwarten Synergien durch die Kombination von Speicher-, Wechselrichter- und Energiemanagementlösungen. Aufgrund der geplanten Übernahme hat Nextpower zudem seine Umsatz- und Ergebnisprognosen für das Geschäftsjahr 2027 angehoben.

Energieproduktion in Chile wird bis 2030 komplett erneuerbar

Das chilenische Energieministerium hat eine Roadmap vorgestellt, um die Energieversorgung des Landes bis 2030 auf EE auszurichten. Bereits heute zählt Chile zu den Vorreitern: Rund zwei Drittel des Energiemixes stammen aus erneuerbaren Quellen. Trotz des starken Ausbaus von PV- und Windenergie bestehen weiterhin Herausforderungen, insbesondere bei den Übertragungskapazitäten. So konnten im Jahr 2025 rund 6 TWh erneuerbar erzeugten Stroms nicht genutzt werden. Vor diesem Hintergrund setzt die Roadmap einen Fokus auf den Ausbau der Stromnetze, die verstärkten Bau dezentraler PV-Anlagen sowie Investitionen in Speicherkapazitäten. Ziel ist es, den steigenden Anteil von EE effizient zu nutzen und gleichzeitig den schrittweisen Ausstieg aus der Kohleverstromung zu ermöglichen.

Enertrag plant 1,1 Mrd. € für Wind- und Speicherprojekte in Frankreich

Enertrag hat angekündigt, bis 2030 rund 1,1 Mrd. € in den Ausbau von Windenergie- und Speicherprojekten in Frankreich zu investieren. Das Unternehmen setzt dabei verstärkt auf sogenannte Energy Hubs, die WPs, Batteriespeicher und flexible Netzintegration miteinander kombinieren. Ziel ist es, jährlich mindestens 100 MW neue Leistung zu installieren und bis 2030 eine Gesamtkapazität von einem Gigawatt in Frankreich zu erreichen. Zwei erste Großprojekte mit insgesamt 230 MW entstehen in Nord- und Südwestfrankreich und sollen die Nutzung bestehender Netzkapazitäten verbessern. Mit dem Investitionsprogramm unterstreicht Enertrag die strategische Bedeutung Frankreichs und baut seine seit mehr als 25 Jahren bestehende Präsenz im Land weiter aus.

Spatenstich für das 268 MW-Projekt in Bayern

Goldbeck Solar realisiert für Blue Elephant Energy im bayerischen Schafhöfen den bislang größten EPC-PV-Park des Unternehmens in Deutschland. Somit liegt die vollständige Verantwortung für Planung, Beschaffung und Bau des Parks bei Goldbeck Solar. Der Bau des 268 MW-Parks startete Ende Mai und dieser soll im September 2027 ans Netz gehen. Verbaut werden Module von Trina Solar und Wechselrichter von SMA. Die Finanzierung erfolgt unter Beteiligung der Commerzbank. Nach Fertigstellung wird eine jährliche Stromproduktion von rund 296 GWh erwartet. Das Projekt stärkt regionale Wertschöpfung, Versorgungssicherheit und die Klimaziele des Investors. Ein Großteil der Erzeugung ist bereits über einen langfristigen Stromliefervertrag (PPA) mit der DB Energie abgesichert und unterstützt künftig das Bahnstromnetz der Deutschen Bahn. Angaben zu einem möglichen Batteriespeicher stehen noch aus.

Vattenfall setzt bei PV-Park in Schleswig-Holstein auf emissionsarmen Stahl

Vattenfall setzt beim Bau des PV-Parks „Juliusburg/Krukow“ im Südosten Schleswig Holsteins erstmals auf emissionsarmen Stahl des Herstellers SSAB. Für eine 17 MW Teilfläche kommen 209 Tonnen dieses Materials als Unterkonstruktion zum Einsatz. Der Stahl wird in Elektrolichtbogenöfen aus Stahlschrott und vollständig fossilfreiem Strom produziert. Dadurch entstehen laut Vattenfall 67 % weniger CO₂-Emissionen als bei herkömmlicher Stahlproduktion. Der PV-Park erreicht insgesamt 80 MW Gesamtleistung und soll dazu beitragen, Deutschlands Abhängigkeit von fossilen Energieimporten zu reduzieren. Vattenfall betont, dass Klimaschutz bereits in der Lieferkette beginnt und setzt auch in weiteren Projekten auf emissionsarme Stahlkomponenten. Parallel arbeitet die EU an Maßnahmen, um grünen Stahl stärker zu fördern.

Jubiläumsanlage aus Werk Salzbergen geht an BBWind

GE Vernova und BBWind haben ihre langjährige Zusammenarbeit weiter ausgebaut. Im Rahmen einer neuen Vereinbarung liefert GE Vernova drei weitere Onshore-WEA an von BBWind betreute Bürgerwindprojekte. Die Turbinen stammen aus dem Werk in Salzbergen, das damit eine weitere Jubiläumsanlage an den Projektentwickler ausliefert. BBWind hebt die erfolgreiche Zusammenarbeit der vergangenen Jahre hervor und sieht darin eine wichtige Grundlage für die weitere Entwicklung regionaler Bürgerwindparks. Auch GE Vernova betont die Bedeutung des Standorts Salzbergen für die Versorgung des wachsenden deutschen Windenergiemarktes mit lokal produzierter Technologie.

Repowering-Projekt in Meppen geht in Betrieb

In Niedersachsen ist der WP „Meppen“ im Rahmen eines Repowering-Projekts in Betrieb gegangen. Dabei wurden 14 ältere WEA aus 2002 durch neun neue Anlagen des Typs Vestas V172 ersetzt. Dadurch konnte die installierte Gesamtleistung des WPs von 26 MW auf 65 MW gesteigert werden. Die neuen WEA haben eine Gesamthöhe von 261 m und eine Leistung von jeweils 7,2 MW. Damit zählen sie zu den leistungsstärksten Onshore-WEA in Deutschland. Während die neuen Anlagen bereits in Betrieb sind und künftig rund 46.500 Haushalte mit Strom versorgen können, steht der Rückbau von neun der alten Anlagen noch aus. Dieser soll bis August 2026 abgeschlossen werden.

Nordex sichert sich 110 MW-Projekt in der Türkei

Die Nordex Group stärkt ihre Präsenz in der Türkei mit einem neuen Auftrag von Eksim Enerji A.Ş. über insgesamt 110 MW. Für den WP „Balıkesir 3“ liefert das Unternehmen 16 WEA des Typs N175/6.X. Diese werden auf Stahlrohrtürmen mit einer Nabenhöhe von 119 m installiert. Der Vertrag umfasst zusätzlich einen zehnjährigen Premium Service, der eine hohe Anlagenverfügbarkeit sicherstellt. Der Standort im Bezirk Sındırgı bietet mit Höhenlagen von 800 bis 950 m über dem Meeresspiegel gute Windbedingungen. Eksim Enerji und Nordex arbeiten bereits seit 2010 erfolgreich zusammen. Nordex unterstreicht mit diesem Projekt seine führende Rolle im türkischen Markt, in dem das Unternehmen seit 2017 rund 34 % Marktanteil hält. Die gelieferten WEA erfüllen vollständig die Anforderungen der YEKA 2025 Spezifikation und unterstützen damit die lokale Wertschöpfung. Weltweit hat Nordex inzwischen über 64 GW installiert und beschäftigt mehr als 11.100 Mitarbeitende.

Polen bereitet ersten Offshore‑WP auf Betrieb vor

Polens erster Offshore‑WP „Baltic Power“ macht wichtige Fortschritte auf dem Weg zur IBN. Bereits im März 2026 wurden alle Verbindungselemente zwischen Fundament und Turm errichtet. Nun wurden mehrere Verträge abgeschlossen, um Inspektionen und Instandhaltung der Offshore‑ und Onshore‑Infrastruktur sicherzustellen. Der WP soll in der zweiten Hälfte des Jahres 2026 fertiggestellt werden und wird mit 76 WEA des Typs Vestas V236 eine Gesamtleistung von rund 1,2 GW erreichen. Damit könnte Baltic Power etwa 3 % des polnischen Strombedarfs decken. Das Projekt ist Teil der langfristigen Ausbaupläne: Bis 2040 sind insgesamt 18 GW Offshore‑Windkapazität in der polnischen Ostsee vorgesehen.

Next2Sun und Over Easy Solar bündeln Kräfte für vertikale PV

Die Unternehmen Next2Sun und Over Easy Solar haben eine strategische Partnerschaft zur Weiterentwicklung vertikaler PV-Systeme vereinbart. Ziel der Zusammenarbeit ist es, die jeweiligen Technologien und Erfahrungen beider Unternehmen zu bündeln und die Marktposition weiter auszubauen. Durch die Kooperation sollen neue Anwendungsbereiche erschlossen und die Nutzung von PV auf bislang wenig genutzten Flächen vorangetrieben werden. Die Systeme ermöglichen eine effiziente Flächennutzung, können die Stromerzeugung über den Tagesverlauf besser verteilen und lassen sich mit anderen Nutzungen kombinieren. Mit der Partnerschaft wollen Next2Sun und Over Easy Solar die Verbreitung dieser Technologie in Europa weiter beschleunigen.

Solarboom in Europa trifft auf gemischte Strompreise

Deutschland, Frankreich, Spanien und Portugal haben kürzlich neue Rekorde bei der täglichen PV-Stromproduktion erreicht. Trotzdem entwickelten sich die Strompreise unterschiedlich: in Deutschland und einigen nördlichen Märkten sanken sie, während sie in Frankreich, Spanien und Portugal anstiegen. Ursache waren vor allem weniger Windstrom und eine höhere Nachfrage.

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