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Meldungen – September 2026

Eurowind Energy kauft zwei genehmigte WPs in Deutschland

Eurowind Energy setzt seinen Wachstumskurs in Deutschland fort und hat zwei bereits nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz genehmigte WP-Projekte erworben. Die Projekte befinden sich in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern und verfügen gemeinsam über eine installierte Gesamtleistung von 86,7 MW. Der WP in Brandenburg umfasst sieben WEA mit einer Gesamtleistung von 43,5 MW. Am Standort in Mecklenburg-Vorpommern sind sechs Anlagen mit zusammen 43,2 MW vorgesehen. Mit dem Erwerb investiert Eurowind Energy trotz herausfordernder Marktbedingungen weiter in den Ausbau seines deutschen Windenergie-Portfolios.

Sosteneo steigt mit Windenergie-Plattform in den deutschen Markt ein

Der Infrastrukturinvestor übernimmt die Mehrheitsbeteiligung an einem Portfolio aus elf Onshore-Windprojekten mit rund 350 MW Leistung. Verkäufer sind Joint Ventures von Omnes Capital und ENOVA. Rund 40 % der Kapazität sind bereits in Betrieb und generieren Cashflows, weitere 60 %befinden sich im Bau oder kurz vor der Investitionsentscheidung. ENOVA bleibt als Minderheitsgesellschafter an Bord und übernimmt weiterhin das operative Management der Plattform „ENOVA Generation“. Alle Projekte profitieren von einer 20-jährigen EEG-Vergütung und bieten damit langfristig gesicherte Einnahmen. Die Transaktion markiert zugleich die erste Investition von Sosteneos neuem Fonds II und soll als Basis für weiteres Wachstum im deutschen Windenergiemarkt dienen. Der Abschluss wird vorbehaltlich regulatorischer Genehmigungen im dritten Quartal 2026 erwartet.

Großer Batteriespeicher in Sachsen-Anhalt offiziell eingeweiht

Der Energieanbieter Münch Energie hat in Sachsen-Anhalt einen Batteriespeicher mit einer Leistung von 250 MW und rund 500 MWh Kapazität offiziell in Betrieb genommen. Die aus fünf Teilanlagen bestehende Anlage bei Leuna-Krumpa wurde innerhalb von etwa sechs Monaten vollständig privatwirtschaftlich errichtet. Sie soll überschüssigen Strom aus Wind- und PV-Anlagen sowie Netzstrom speichern und damit zur Stabilisierung des Stromnetzes in der Region Leipzig/Halle beitragen. Noch im laufenden Jahr will Münch Energie die Speicherkapazität auf 800 MWh erweitern. Nach Angaben des Unternehmens handelt es sich derzeit um den größten in Betrieb befindlichen Batteriespeicherverbund Deutschlands.

Reiches Energiepolitik verteuert den Strom für alle

Die vom Internationalen Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR) kritisierte Neuausrichtung der Energiepolitik könnte zu höheren Strompreisen führen, da ein langsamerer Ausbau von EE den Einsatz teurer Gaskraftwerke als preissetzende Grenzkraftwerke verstärkt. Kapazitätsmarkt, EEG-Novelle und Netzanschlusspaket verlagern die Steuerung des Stromsystems stärker auf regulierte Mechanismen und Netzbetreiber. Während gesicherte Kraftwerksleistung zusätzlich vergütet werden soll, steigen die Risiken für Betreibende von Wind- und PV-Anlagen. Hinzu kommen Mehrkosten durch die geplante Kapazitätsmarkt-Umlage ab 2031. Das IWR empfiehlt stattdessen einen stärkeren Ausbau von Erneuerbaren, Speichern, Netzen und Flexibilitätsoptionen zur Senkung von Strompreisen und zur Sicherung der Versorgung.

Hitzewellen belasten PV-Anlagen und Batteriespeicher

Die durch die Klimakatastrophe zunehmende Häufung von Hitzewellen belasten PV-Anlagen und Batteriespeicher: Es kommt zwar selten zu direkten Schäden, doch hohe Zelltemperaturen senken die Leistung von PV-Modulen deutlich. Gleichzeitig machen Hitzeperioden Schwachstellen wie Verschattung, Verschmutzung oder Hotspots sichtbarer. Batteriespeicher altern bei hohen Temperaturen und hohen Ladezuständen schneller und können in ihrer Leistung eingeschränkt werden. In Hybridanlagen müssen daher Ertrag, Effizienz, Lebensdauer und Sicherheit gemeinsam optimiert werden. Entscheidend für Betreibende sind ein gutes Monitoring, belastbare Betriebsdaten und ein temperaturbewusstes Energiemanagement.

PV-Anlagen prägen zunehmend Neubauten im Logistik- und Industriesektor

PV-Anlagen entwickeln sich zunehmend zu einem festen Bestandteil neuer Logistik- und Industrieimmobilien. Besonders große Dachflächen bieten attraktive Voraussetzungen für die Eigenstromerzeugung. Einer aktuellen Marktanalyse zufolge verfügen in der Region Berlin bereits die meisten seit 2022 fertiggestellten Gewerbeneubauten dieser Segmente über eigene PV-Anlagen. Neben wirtschaftlichen Vorteilen rücken auch steigende Anforderungen an Energieeffizienz und Nachhaltigkeit in den Fokus von Investoren und Nutzern. Zusätzliche Potenziale ergeben sich durch die Elektrifizierung betrieblicher Fahrzeugflotten, insbesondere im Logistiksektor, wo PV-Strom in Verbindung mit Speichern und intelligentem Lastmanagement genutzt werden kann. Vor allem für Bestandsgebäude steigt dadurch der Modernisierungsdruck, da nachhaltige Energiekonzepte zunehmend zu einem entscheidenden Wettbewerbsfaktor werden.

Branche fordert mehr Investitionssicherheit für Offshore-Windenergie

Der Bundesverband WindEnergie (BWE) sieht in der geplanten Novelle des Windenergie-auf-See-Gesetzes noch keinen ausreichenden Rahmen für einen verlässlichen Ausbau der Offshore-Windenergie. Zwar bewertet der Verband die vorgesehenen Fortschritte bei der Netzintegration positiv, fordert jedoch weitere Anpassungen zur langfristigen Absicherung von Investitionen. Insbesondere beim Ausschreibungsdesign sieht der BWE Nachbesserungsbedarf. „Contracts-for-Difference“ (CfD) sollten nach Auffassung des Verbands nicht nur nachrangig zur Verfügung stehen, sondern einen verlässlichen und international wettbewerbsfähigen Investitions-rahmen schaffen. Da Offshore-WPs über lange Zeiträume geplant und mit hohen Investitionen finanziert werden, sei Planungssicherheit für die weitere Entwicklung der Branche entscheidend.

Nordex liefert 82 MW für Bürgerwindprojekte in Niedersachsen

In Niedersachsen sollen in den kommenden Jahren mehrere WEA mit einer Gesamtleistung von rund 82 MW realisiert werden. Grundlage hierfür ist eine Vereinbarung zwischen der Energy Farming Gruppe (EFG) und dem WEA-Hersteller Nordex, der zwölf Anlagen für die Projekte liefern und errichten soll. Die Vorhaben entstehen in den Regionen Vechta und Osnabrück und umfassen sowohl neue WEA als auch die Modernisierung bestehender Standorte durch Repowering-Maßnahmen. Zum Einsatz kommen zehn Anlagen des Typs N175/6.X mit einer Nabenhöhe von 179 m und zwei WEA des Typs N163/6.X mit 164 m Nabenhöhe. Neben der technischen Umsetzung spielt die regionale Verankerung der Projekte eine zentrale Rolle. Künftige Betreiber sollen Grundstückseigentümer sowie lokale Bürgerenergiegesellschaften sein.

Scatec startet erstes Windkraftprojekt in Rumänien

Der norwegische Energiekonzern Scatec treibt seine Expansion in Europa voran und steigt mit dem WP „Urleasca“ erstmals in die rumänische Onshore-Windkraft ein. Parallel dazu unterstreichen die aktuellen Quartalszahlen das Wachstum des Konzerns: Neue Kraftwerkskapazitäten tragen zunehmend zur Stromproduktion und zu den Erlösen bei. Besonders dynamisch entwickelte sich das Entwicklungs- und Baugeschäft, das eine deutlich über den Erwartungen liegende Profitabilität erzielte. Zusätzlich gingen weitere Projekte in den kommerziellen Betrieb, während neue Speicherlösungen in die Projektpipeline aufgenommen wurden. Scatec sieht sich auf Kurs, die Jahresziele 2026 zu erreichen und dank seiner technologischen Diversifizierung die internationale Expansion weiter voranzutreiben.

Türkei plant Offshore-Windenergie-Einstieg

Die Türkei plant den Einstieg in die Offshore Windenergie und erweitert damit ihre bisher vor allem auf PV und Onshore Windenergie ausgerichtete Strategie. Für Anfang 2027 ist die Ausschreibung von Offshore Windprojekten mit einer Leistung von über 1 GW vorgesehen. Langfristig verfolgt die türkische Regierung das Ziel bis 2035 5 GW an Offshore Windleistung zu installieren sowie die gesamte Kapazität von EE auf 120 GW auszubauen. Studien gehen davon aus, dass die türkischen Küstenregionen ein Offshore Windpotenzial von bis zu 75 GW bieten. Aufgrund der teilweise großen Wassertiefen eignen sich viele Standorte für den Einsatz schwimmender WEA. Aufgrund der bereits bestehenden maritimen Industrie und der Windindustrie an Land wird davon ausgegangen, dass der Aufbau der Offshore-Industrie und der Lieferketten gut realisierbar ist.

PV stabilisiert französisches Stromnetz bei sinkender Kernkraftleistung

Hitzewelle und Dürre haben in Frankreich Mitte August zur Abschaltung von 13 Kernreaktoren geführt. Damit waren rund 20 %der französischen Kernkraftkapazität betroffen. Gleichzeitig erreichte die PV-Stromerzeugung hohe Werte und deckte zeitweise bis zu 35 % des französischen Strommixes. PV trug damit wesentlich zur Stabilisierung des Stromnetzes bei, während Kern-, Wasser- und andere thermische Kraftwerke aufgrund der hohen Temperaturen und niedrigen Wasserstände teilweise nur eingeschränkt Strom produzieren konnten. Eine Herausforderung bleibt jedoch die Versorgung in den Abendstunden. Nach Sonnenuntergang fällt die PV-Stromerzeugung weg, während der Strombedarf durch Klimaanlagen weiterhin hoch bleibt. Batteriespeicher könnten hier künftig tagsüber erzeugten PV-Strom aufnehmen und am Abend bereitstellen.

PV-Großprojekt „Obelisk“ in Ägypten geht vollständig in Betrieb

Das Großprojekt „Obelisk“ im ägyptischen Gouvernorat Qina ist mit dem Abschluss der zweiten Ausbaustufe nun vollständig in Betrieb genommen worden. Entwickelt wurde das hybride PV‑Speicher‑Projekt vom norwegischen Energiekonzern Scatec. Die Anlage verfügt über eine PV‑Leistung von rund 1,1 GW sowie ein Batteriespeichersystem mit einer Leistung von 100 MW und einer Speicherkapazität von 200 MWh. Damit zählt „Obelisk“ zu den größten hybriden PV‑ und Speicherprojekten Afrikas. Durch das Projekt sollen künftig mehr als 3 TWh erneuerbarer Strom pro Jahr erzeugt werden. Gleichzeitig befinden sich in Ägypten bereits weitere Großprojekte dieser Art in der Entwicklung. Sie sollen dazu beitragen, den Anteil von EE in Ägypten bis 2030 auf über 40 % zu steigern.

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