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Meldungen – April 2026

Vermarktung von über 300 MWh Batteriespeichern wechselt Verantwortung

Suena Energy übernimmt die Vermarktung von drei Großbatteriespeichern von Münch Energie mit jeweils 49,5 MW Leistung und rund 101 MWh Kapazität, eingebettet in ein Verbundprojekt, das bis Jahresende auf 800 MWh anwachsen soll. Zwei Speicher arbeiten als Stand Alone Systeme, während ein dritter als Graustromspeicher gemeinsam mit einer PV Anlage mit 60 MW Nennleistung einen Netzanschluss nutzt. Dieses Modell gilt derzeit als das größte seiner Art in Deutschland und gewinnt wegen der zunehmenden Einspeisung Erneuerbarer Energien und begrenzter Netzanschlüsse an Bedeutung. Gleichzeitig steigt die Komplexität der Vermarktung, da PV Erzeugung und Speicher-betrieb gemeinsam optimiert werden müssen.

PNE verkauft WP-Projekt „Legnica“ in Polen

Die PNE Group hat das WP-Projekt „Legnica“ im Südwesten Polens an einen internationalen Energiewende-Investor verkauft. Das Vorhaben umfasst zehn WEA mit zusammen 72 MW. Die Tochtergesellschaft PNE Polska entwickelt das Projekt weiterhin bis zur Ready-to-build-Phase, die für 2029 geplant ist. Die IBN soll 2030 erfolgen. Angaben zu Kaufpreis und Vertragskonditionen wurden nicht gemacht. Für PNE ist es bereits der zweite Projektverkauf in Polen in diesem Jahr. Der Deal unterstreicht die Bedeutung Polens als Kernmarkt und passt zur internationalen Wachstumsstrategie des Unternehmens. Zugleich zeigt die Transaktion, dass die Nachfrage nach gut entwickelten Onshore-Windprojekten hoch bleibt. Für Anleger ist vor allem wichtig, wie erfolgreich PNE weitere Projekte abschließt und seine Pipeline in diesem Wachstumsmarkt weiter ausbaut.

Reform verteuert Heizen für Mieter

Eine Analyse des Fraunhofer ISI im Auftrag des BUND e. V. zeigt, dass die durch Wirtschaftsministerin Reiche geplanten Änderungen im Gebäudemodernisierungsgesetz zu erheblichen Mehrkosten für Verbrauchende führen könnten. Bei fortgesetzter Gasnutzung entstehen bis 2045 Zusatzbelastungen von rund 18.600 € für Mietende und 23.700 € für Eigentumsparteien. Die Modellrechnungen auf Basis verschiedener Energiepreisszenarien weisen für Gasheizungen stark steigende Betriebskosten aus, während Wärmepumpen in allen Szenarien günstiger bleiben. Selbst bei hohen Strom- und niedrigen Gaspreisen liegen die monatlichen Kosten für Wärmepumpen deutlich unter denen von Gasheizungen. Der BUND e.V. kritisiert die geplanten Regelungen daher als sozial unausgewogen und fordert klare Vorgaben für erneuerbare Heizsysteme sowie Schutzmechanismen für Mietende.

VSB startet Hybridprojekt aus Windkraft, PV und Stromspeicher

Die Total-Energies-Tochter VSB Gruppe modernisiert den WP „Löberitz“ in Sachsen-Anhalt im Rahmen eines Repowering-Projekts, bei dem fünf bestehende WEA aus dem Jahr 2003 durch leistungsstärkere ersetzt werden. Die installierte Leistung steigt dadurch von 4,25 MW auf 21,6 MW, während sich der Jahresertrag auf 65,7 GWh ca. verzehnfacht. Ergänzend ist eine PV-Anlage mit einer Leistung von 20 MW und ein Batteriespeicher geplant. Die IBN des Hybridprojekts ist für das Jahr 2027 geplant. Ziel des Projekts ist es die Stromerzeugung zu flexibilisieren, indem sich die Erzeugung der Windenergie- und der PV-Anlage ergänzt und der Stromspeicher Schwankungen ausgleicht.

PV-Anlage auf historischem Klosterdach in Lamspringe installiert

Auf dem Dach des historischen Klostergebäudes in Lamspringe wurde eine PV-Anlage installiert, die sich optisch möglichst unauffällig in das denkmalgeschützte Ensemble einfügt. Dafür kamen speziell ausgewählte, einheitlich gestaltete PV-Module und eine angepasste Unterkonstruktion zum Einsatz. Insgesamt wurden 220 monokristalline Module mit einer Leistung von rund 99 kW verbaut. Auch die Bauarbeiten wurden mit besonderer Sorgfalt durchgeführt, etwa durch archäologische Begleitung der Erdarbeiten. Das Projekt verbindet moderne Energiegewinnung mit dem sensiblen Umgang eines geschichts-trächtigen Ortes.

Rund 930 MW PV-Zubau im Februar

Im Februar 2026 wurden in Deutschland rund 930 MW neue PV-Leistung installiert. Damit liegt der Zubau etwa 19 % unter dem Januar-Wert. Auch im Vergleich zum Vorjahresmonat ergibt sich ein deutlicher Rückgang von rund 49 %. Die Zahlen basieren auf Auswertungen des Marktstammdatenregisters der Bundesnetzagentur. Besonders das Segment der kleineren Dachanlagen entwickelte sich weiterhin schwächer. Der Jahresstart 2026 fällt damit insgesamt verhalten aus, Branchenbeobachter rechnen jedoch damit, dass sich die Werte durch Nachmeldungen noch erhöhen können. Trotz des Rückgangs bleibt der Ausbaupfad für PV weiterhin ambitioniert. Die aktuellen Zahlen zeigen jedoch, dass kurzfristige Schwankungen im Ausbau weiterhin auftreten. Langfristig bleibt der PV-Zubau ein zentraler Baustein der Energiewende in Deutschland.

Nordex liefert sieben Turbinen an den Bürgerwindpark „Heek-Strönfeld“ in NRW

Nordex hat den Auftrag erhalten, sieben WEA des Typs N175/6.X für den WP „Heek-Strönfeld“ in Nordrhein-Westfalen zu liefern. Die Turbinen verfügen über eine Nabenhöhe von 179 m und die Gesamtleistung des Projekts beträgt 49 MW. Die Anlagen sollen im zweiten Quartal 2027 errichtet und im dritten Quartal 2027 in Betrieb genommen werden. Es handelt sich um ein Bürgerenergieprojekt, an dem Grundstückseigentümer, Anwohner, die Gemeinde Heek, die Kirchengemeinde sowie die Energiegenossenschaft Ahaus-Heek-Legden eG mit über 1.300 Beteiligten teilhaben. Bis zur IBN sind weitere Beteiligungen möglich.

Genehmigung für WP „Pfaffenhausen“: VSB startet 2026 mit Bau von fünf WEA

Der Projektentwickler VSB hat die Genehmigung für den WP „Pfaffenhausen“ in Jossgrund erhalten, wo ab Ende 2026 fünf WEA des Typs Vestas V172 mit zusammen 36 MW entstehen sollen und nach IBN rund 34.000 Haushalte mit Strom versorgen werden. Der Baustart hängt vom Zuschlag in der Ausschreibung der Bundesnetzagentur ab. Für die Standortkommunen bedeutet das Projekt eine Beteiligung nach § 6 EEG von 0,2 ct/kWh, die auch Gemeinden im 2,5 km‑Umkreis einschließt und laut VSB zusätzliche regionale Wertschöpfung ermöglicht. Geschäftsführer Thomas Winkler verweist auf schnellere Genehmigungsprozesse in Hessen, die die Zusammenarbeit mit Kommunen erleichtern, während CEO Felix Grolman die Bedeutung jeder neuen WEA für Klimaschutz und Versorgungssicherheit hervorhebt.

Größter Offshore-WP Japans in Betrieb

Im Südwesten Japans ging vor der Küste von Kitakyushu Anfang März der bislang größte Offshore-WP Japans offiziell ans Netz. Der „Kitakyushu Hibikinada“ Offshore-WP umfasst 25 Anlagen mit jeweils 9,6 MW und erreicht eine Gesamtleistung von 220 MW. Betrieben wird das Projekt von Hibiki Wind Energy, an dem u. a. J Power beteiligt ist. Der Park liefert jährlich Strom für rund 170.000 Haushalte – das sind etwa 40 % aller Haushalte in Kitakyushu – und reduziert so erheblich die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen. Mit der IBN steigt Japans installierte Offshore-Windleistung auf knapp 500 MW. Die Regierung strebt bis 2030 den Ausbau auf 10 GW und bis 2040 auf 30–45 GW an.

Revolution Wind liefert Energie trotz politischer Hürden in den USA

Der dänische Energiekonzern Ørsted hat im US-Offshore-WP Revolution Wind offiziell mit der Stromproduktion begonnen und speist nun erstmals Energie in das Netz von Neuengland ein. Das Projekt, eine Kooperation mit Skyborn Renewables, verfügt über eine Leistung von 704 MW und soll künftig rund 350.000 Haushalte und Unternehmen mit Strom versorgen. Zuvor war der Bau des WPs durch politische Eingriffe der Trump-Administration mehrfach gestoppt worden, doch Bundesgerichte hoben diese Stopps auf, sodass die Arbeiten fortgesetzt werden konnten. Revolution Wind liefert Energie im Rahmen langfristiger Festpreisverträge, stabilisiert die Strompreise und erhöht die Versorgungssicherheit, insbesondere in den energieintensiven Wintermonaten. Neben der Versorgung trägt das Projekt auch zur Schaffung von Arbeitsplätzen bei, mit über 2.000 Beschäftigten in Bau und Betrieb. Trotz der politischen und juristischen Herausforderungen gilt der WP als Schlüsselprojekt für den Ausbau der Offshore-Windenergie in den USA.

Österreichs PV-Ausbau gerät ins Stocken

Der PV-Ausbau in Österreich ist 2025 auf 1,63 GW zurückgegangen und bleibt damit unter dem Niveau, das für die Energiewende notwendig wäre. Die Branche betont, dass jährlich rund 2 GW neu installiert werden müssten, um die Ziele bis 2030 zu erreichen. Als Hauptgründe für die schwächere Entwicklung gelten politische Unsicherheit, kurzfristige Förderänderungen, lange Wartezeiten bei Förderprogrammen und Probleme beim Netzausbau. Zusätzlich gewinnen Batteriespeicher an Bedeutung, doch auf hier fehlen noch passende rechtliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen. Insgesamt zeigt sich: Die Branche wäre zum Ausbau bereit, wird derzeit aber vor allem durch politische und strukturelle Hindernisse gebremst.

Europa im globalen PV-Wettbewerb: Chancen trotz struktureller Nachteile

Die weltweiten Investitionen in PV-Produktionsmittel steigen laut einer VDMA-Studie von 16,6 Mrd. Dollar (ca. 15,2 Mrd. Euro) im Jahr 2025 auf 43,8 Mrd. Dollar (ca. 38 Mrd. Euro) im Jahr 2035. Europa besitzt dank jahrzehntelanger Forschung und starker Ingenieurskompetenz weiterhin eine führende Rolle bei Hightech-Solartechnologien, kämpft jedoch mit fehlendem Heimatmarkt und strukturellen Nachteilen gegenüber stark subventionierten Wettbewerbern. Gleichzeitig wächst der globale PV-Markt bis 2035 auf jährliche Neuinstallationen von 1,65 TW. Europas technologische Stärke eröffnet Chancen, doch entscheidend werden künftig schnelle Reaktionen, integrierte Lösungen und eine wettbewerbsfähige Finanzierung sein. Die Studie betont zudem die Bedeutung internationaler Exportmärkte, deren CAPEX-Volumen über 40 Mrd. Dollar (ca. 34,8 Mrd. Euro) liegen wird, und fordert industriepolitische Maßnahmen, um Europas Position im globalen Wettbewerb zu sichern.

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