Nextpower übernimmt Energiespeicheranbieter Prevalon Energy
Nextpower hat die Übernahme des Energiespeicheranbieters Prevalon Energy abgeschlossen. Mit der Akquisition erweitert das Unternehmen sein Portfolio um Batteriespeichersysteme, Energiemanagement-Software und Netzstabilisierungslösungen. Prevalon verfügt über weltweit mehr als 6 GWh installierte Speicherkapazität. Durch die Transaktion stärkt Nextpower seine Position im wachsenden Markt für Energiespeicher und baut sein Angebot integrierter Energielösungen über die PV-Energie hinaus weiter aus.
DHL Group schließt zehnjähriges Onshore-Wind-PPA
Die DHL Group und Statkraft haben einen langfristigen Stromliefervertrag (Power Purchase Agreement, PPA) für Onshore-Windenergie abgeschlossen. Im Rahmen der zehnjährigen Vereinbarung liefert Statkraft jährlich rund 35 GWh erneuerbaren Strom aus dem WP „Sollwitt-Pobüll“ in Schleswig-Holstein. Die Strommenge deckt etwa 8 % des derzeitigen Strombedarfs der DHL Group in Deutschland. Für das Unternehmen ist es der erste langfristige Onshore-Windvertrag in Deutschland und eine Ergänzung zu den bereits bestehenden Offshore-PPA. Mit dem Bezug von Strom aus einem neu errichteten WP will DHL seine Energieversorgung weiter diversifizieren, die Versorgungssicherheit erhöhen und die Dekarbonisierung des Unternehmens voran-treiben.
Batteriespeicherausbau erreicht neues Rekordniveau
Der Ausbau von Batteriespeichern in Deutschland hat im ersten Halbjahr 2026 ein neues Rekordniveau erreicht. Laut IWR stieg die neu installierte Leistung auf rund 2,48 GW, die Speicherkapazität auf etwa 5,64 GWh. Besonders Bayern, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt treiben den Zubau voran. Neben Großspeichern gewinnen auch Hybridprojekte mit Wind- und PV-Parks sowie netzdienliche Speicher weiter an Bedeutung. Zugleich steigt die durchschnittliche Speicherdauer, wodurch Batterien zunehmend Aufgaben wie Lastverschiebung übernehmen. Der Markt entwickelt sich damit schneller als die aktuellen politischen Rahmenbedingungen. Während neue Gaskraftwerke im Kapazitätsmarkt zunächst im Fokus stehen, werden Batteriespeicher erst später berücksichtigt. Für die Energiewende bleiben sie dennoch ein zentraler Baustein für Flexibilität, Versorgungssicherheit und eine effizientere Nutzung von EE.
EU‑Kommission stellt Strategie für mehr Elektrifizierung und Klimaschutz vor
Die EU‑Kommission hat am 17. Juli 2026 den Electrification Action Plan sowie einen Reformvorschlag für den europäischen Emissionshandel vorgestellt. Ziel der Maßnahmen ist es, die Dekarbonisierung durch eine stärkere Elektrifizierung voranzutreiben. Bis 2040 soll der Anteil von Strom am gesamten Energieverbrauch von derzeit 23 % auf 46 % steigen. Im Fokus stehen dabei insbesondere die Sektoren Industrie, Gebäude und Verkehr. Ein zentraler Bestandteil der Reform ist die Ausweitung des Emissionshandels auf die Bereiche Straßenverkehr, Gebäude und Brennstoffnutzung. Gleichzeitig sollen Anreize für den Einsatz elektrischer Technologien wie Wärmepumpen, Elektrofahrzeuge und Batteriespeicher geschaffen werden, indem der Preisunterschied zwischen Strom und fossilen Energieträgern wie Gas verringert wird.
Neues PV-Projekt am Flughafen Düsseldorf startet erfolgreich
Mit der IBN einer PV-Anlage mit 16 MW Leistung hat der Flughafen Düsseldorf seine Energieversorgung um eine bedeutende erneuerbare Komponente erweitert. Auf einer Fläche von rund 140.000 m2 wurden mehr als 31.000 PV-Module installiert, die künftig etwa 16 % des jährlichen Strombedarfs des Flughafens decken sollen. Der erzeugte Strom wird direkt vor Ort genutzt und durch einen Batteriespeicher mit einer Kapazität von 25 MWh ergänzt, um die Versorgungssicherheit und Eigenverbrauchsquote zu erhöhen. Die Realisierung des Projekts stellte aufgrund der unmittelbaren Nähe zur Start- und Landebahn hohe technische und regulatorische Anforderungen. Zahlreiche Prüfungen bestätigten jedoch die uneingeschränkte Vereinbarkeit mit dem Flugbetrieb.
PV-Carport in Essen setzt Impulse für PV im Gewerbesektor
Enpal und Roof+ haben eine strategische Partnerschaft geschlossen, um PV-Projekte im Gewerbe- und Industriesektor (C&I) künftig gemeinsam umzusetzen. Auftakt der Zusammenarbeit ist ein PV-Carport auf einem Essener Messeparkplatz mit einer Leistung von rund 11 MW. Der erwartete Jahresertrag von etwa 11,5 GWh soll vollständig für die Energieversorgung städtischer Einrichtungen genutzt werden. Mit der Kooperation adressieren die Unternehmen insbesondere Flächenpotenziale, die bislang nur begrenzt für die PV-Stromerzeugung genutzt werden, wie Parkplätze und Logistikareale. Die Partnerschaft spiegelt den Trend zu immer größeren und technisch anspruchsvolleren Eigenversorgungsprojekten wider und verdeutlicht die zunehmende Bedeutung maßgeschneiderter Energielösungen für Gewerbe- und Industriekunden.
„Nordseecluster A“ speist erstmals Offshore-Strom ins Netz
Der Offshore-WP „Nordseecluster A“ vor der deutschen Küste hat erstmals Strom in das deutsche Stromnetz eingespeist. Damit erreicht das von RWE entwickelte Projekt einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zur vollständigen IBN. Die Installation der WEA schreitet planmäßig voran, während Tests und die schrittweise IBN bereits laufen. „Nordseecluster A“ soll Anfang 2027 vollständig ans Netz gehen und eine Leistung von 660 MW erreichen. Ab 2029 wird das Projekt durch „Nordseecluster B“ mit weiteren 900 MW ergänzt. Nach Abschluss beider Ausbaustufen wird das Nordseecluster über eine Gesamtleistung von rund 1,6 GW verfügen und voraussichtlich 6,5 TWh Strom pro Jahr erzeugen. Der erzeugte Offshore-Windstrom soll insbesondere zur Dekarbonisierung industrieller Prozesse beitragen und den Ausbau von EE in Deutschland weiter vorantreiben.
PNE stärkt Beitrag zur nachhaltigen Energieversorgung
Die PNE-Gruppe hat ihre Projektentwicklung im Bereich Windenergie im ersten Halbjahr 2026 deutlich vorangebracht. Für fünf Vorhaben in Deutschland wurden die erforderlichen behördlichen Genehmigungen erteilt, wodurch künftig WEA mit einer Gesamtleistung von rund 188 MW realisiert werden können. Die Vorhaben befinden sich in Brandenburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Thüringen und Sachsen-Anhalt und können nun in die nächste Entwicklungsphase übergehen. Die Genehmigungen umfassen sowohl Neubauten als auch die Erweiterung bestehender Standorte sowie ein Repowering-Projekt. Nach ihrer Umsetzung werden die WPs einen relevanten Beitrag zur Versorgung mit EE leisten und die Dekarbonisierung des Energiesystems unterstützen.
Schweden ändert Verfahren bei Vergabe von Offshore-Genehmigungen
Die schwedische Regierung plant eine Reform des Genehmigungsverfahrens für Offshore‑WPs. Künftig soll das bisherige offene Antragsverfahren durch ein Ausschreibungsmodell ersetzt werden. Dabei sollen zunächst geeignete Flächen identifiziert werden, die mit den Interessen von Verteidigung, Schifffahrt, Fischerei und Umweltschutz vereinbar sind. Auf dieser Grundlage werden die Flächen anschließend zur Entwicklung ausgeschrieben. Ziel ist es, die Planungssicherheit für Projektentwickler zu erhöhen und die Zahl der Projektablehnungen zu reduzieren. Anlass für die Reform ist die hohe Ablehnungsquote. Erst am 16. Juli 2026 wurden elf Offshore‑Projekte abgelehnt, während lediglich zwei Vorhaben eine Genehmigung erhielten. Mit der Umstellung orientiert sich Schweden künftig an Ausschreibungsverfahren, wie sie bereits in Deutschland angewendet werden.
Offshore-Windkraft im Mittelmeer braucht Planungssicherheit
Eine Studie des Politecnico di Torino und von Wind Europe sieht verlässliche politische und industrielle Rahmenbedingungen als entscheidenden Faktor für den Ausbau der Offshore-Windenergie im Mittelmeerraum. Neben einer stabilen Regulierung seien auch ausreichende Netzanschlüsse, Hafeninfrastruktur und leistungsfähige Lieferketten erforderlich. Zudem werden qualifizierte Fachkräfte und eine frühzeitige Einbindung der Küstengemeinden als wichtige Voraussetzungen genannt. Die Studie betont, dass technologische Fortschritte allein nicht ausreichen, um den Markthochlauf schwimmender Offshore-WEA voranzutreiben. Ziel ist es, den Ausbau der Offshore-Windenergie zu beschleunigen und die Wettbewerbsfähigkeit sowie die Energiesicherheit Europas zu stärken.
AES demonstriert Potenzial von Automatisierung im PV-Sektor
AES setzt mit „Maximo“ einen KI-gestützten Roboter für den Bau großer PV-Anlagen ein. Im PV- und Speicherprojekt „Bellefield“ in Kalifornien haben vier Roboter bereits PV-Module mit einer Gesamtleistung von 100 MW installiert. Maximo navigiert mithilfe von KI, LiDAR und Kamerasensoren autonom über die Baustelle und kann auch nachts arbeiten. Bisher wurden rund 182.000 PV-Module montiert, im weiteren Projektverlauf sollen fast 2 Mio. weitere folgen. Nach Angaben von AES installiert das System mehr als ein PV-Modul pro Minute und beschleunigt damit den Ausbau von PV-Parks erheblich. Das Projekt verdeutlicht das wachsende Potenzial von Robotik und Automatisierung für die PV-Industrie.
Gulfstream nimmt größtes Dach-Solarportfolio im Chatham County in Betrieb
Gulfstream Aerospace hat gemeinsam mit Cherry Street Energy am Forschungs- und Entwicklungszentrum in Savannah (Georgia) das größte Dach-PV-Portfolio im Chatham County fertiggestellt. Am Standort sind nun fünf PV-Anlagen mit einer Gesamtleistung von 2,9 MW installiert. Die jüngste Erweiterung umfasst rund 2.700 PV-Module auf dem Gebäude RDC III. Insgesamt versorgen die Anlagen Gebäude mit einer Fläche von etwa 57.600 m². Die jährliche Stromerzeugung liegt bei mehr als 3 GWh. Das Projekt wurde von Cherry Street Energy im Rahmen eines PPA-ähnlichen Modells umgesetzt, bei dem das Unternehmen die PV-Anlagen finanziert und betreibt, während Gulfstream den erzeugten Strom nutzt.

