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Meldungen – Juli 2026

ENERTRAG kündigt Investitionsprogramm in Frankreich an

ENERTRAG hat ein Investitionsprogramm in Höhe von 1,1 Mrd. € für Frankreich angekündigt. Bis zum Jahr 2030 sollen die Mittel in den Ausbau von EE und die Weiterentwicklung der französischen Energieinfrastruktur fließen. Geplant sind Investitionen in Wind- und PV-Energie sowie in Projekte zur Produktion von grünem Wasserstoff. Darüber hinaus sollen Speicherkapazitäten und sektorübergreifende Energielösungen ausgebaut werden, um die Integration von EE zu unterstützen. Mit dem Programm will ENERTRAG die französische Energiewende beschleunigen und gleichzeitig die Energieunabhängigkeit des Landes stärken.

PNE nimmt WP „Gnutz Ost“ mit 18 MW in Betrieb

Die PNE-Gruppe hat den WP „Gnutz Ost“ in Schleswig-Holstein erfolgreich in Betrieb genommen und damit ihr Eigenbetriebsportfolio weiter ausgebaut. Der WP umfasst drei WEA mit einer installierten Gesamtleistung von 18 MW und speist bereits Strom in das Netz ein. Zum Einsatz kommen zwei Anlagen des Typs Vestas V162 sowie eine Anlage des Typs V150 mit jeweils 6 MW Leistung. Mit der erzeugten Strommenge kann der jährliche Bedarf von rund 11.600 Drei-Personen-Haushalten gedeckt werden. Mit der Übernahme in das Eigenbetriebsportfolio wächst die von PNE selbst betriebene Leistung auf insgesamt rund 484 MW an. Das Unternehmen stärkt damit seine Position als unabhängiger Stromerzeuger und schafft zusätzliche, langfristig stabile Erträge aus der Stromproduktion.

Energieautarke Landwirtschaft in Gerbach

Am Schneeberghof in Rheinland-Pfalz wurde im Jahr 2026 ein großflächiges Hightech-Gewächshaus eröffnet, welches vollständig auf lokal erzeugter Wind- und PV-Energie basiert. Die Anlage umfasst rund 3.500 m² und kombiniert eine hochisolierende Polycarbonatstruktur mit mehreren Energieschirmsystemen zur Reduktion des Wärmebedarfs gegenüber konventionellen Glasgewächshäusern um bis zu 80 %. Ein adaptives Energiemanagement passt den Verbrauch in Echtzeit an die verfügbare Leistung der EE an und ermöglicht so einen nahezu autarken Betrieb. Ergänzend minimiert ein geschlossener Wasserkreislauf den Frischwasserbedarf, während präzise Regeltechnik für Klima, Nährstoffzufuhr und Bewässerung den Einsatz von Dünger deutlich senkt.

Leipzig treibt Wärmewende mit Solarthermie voran

Die Umstellung auf erneuerbare Wärme schreitet voran: In Leipzig ist die laut Projektpartnern größte Solarthermie-Anlage Deutschlands gestartet. Die Anlage „Solarthermie Leipzig West“ der Leipziger Stadtwerke und Ritter XL Solar speist klimafreundliche Wärme in das Fernwärmenetz ein und soll im Sommer in den Dauerbetrieb gehen. Mit Investitionen von rund 40 Mio. €, davon etwa 16 Mio. € gefördert, kann sie im Sommer bis zu 20 % des täglichen Wärmebedarfs der Stadt decken und im Jahresdurchschnitt etwa 2 % beitragen. Die Anlage nutzt Sonnenenergie, um Wasser auf bis zu 110 Grad zu erhitzen und wird über ein intelligentes Steuerungssystem optimiert. Das Projekt stärkt sowohl Klimaschutz als auch Versorgungssicherheit und zählt international zu den größten Anlagen dieser Art.

Förderfreier PV-Park von Maxsolar geht mit 76 MW Leistung in Betrieb

Maxsolar hat im Landkreis Donau-Ries einen PV-Park mit einer Leistung von 76 MW in Betrieb genommen, der vollständig ohne EEG-Förderung auskommt. Rund 70 % des erzeugten Solarstroms werden über einen langfristigen Stromabnahme-vertrag (PPA) vermarktet, während die übrigen Mengen an der Strombörse verkauft werden. Die Freiflächenanlage umfasst knapp 127.000 PV-Module auf einer Fläche von 51 ha und wurde auf Flächen von Camilla Prinzessin zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg errichtet. Parallel dazu hat Maxsolar mit Entrix einen Vertrag zur Vermarktung eines netzdienlichen Batteriespeichers in Winterschneidbach geschlossen. Der Speicher verfügt über eine Leistung von 20 MW und eine Kapazität von 100 MWh und soll mithilfe KI-gestützter Vermarktung wirtschaftlich optimiert sowie zur Stabilisierung des Stromnetzes eingesetzt werden.

Weltgrößte PV-Anlage auf Stadiondach

Die weltweit größte PV-Anlage auf einem Stadiondach zeigt erste Erfolge: Borussia Dortmund zieht nach den ersten Betriebsmonaten eine positive Bilanz. Die PV-Anlage auf dem Dach des SIGNAL IDUNA PARK wurde im vergangenen Jahr in Betrieb genommen und trägt bereits zur nachhaltigen Energieversorgung des Stadions bei. Die Anlage unterstützt das Ziel, den Eigenverbrauch von erneuerbar erzeugtem Strom zu erhöhen und den CO₂-Ausstoß zu reduzieren. Das Projekt ist Teil einer umfassenden Nachhaltigkeitsstrategie von Borussia Dortmund und seines Energiepartners RWE. Die bisherigen Ergebnisse werden von den Projektpartnern als wichtiger Schritt für eine klimafreundlichere Energieversorgung im Profisport bewertet.

Baubeginn für acht WEA in Buckow

In Buckow (Stadt Dahme/Mark, Brandenburg) haben die Bauarbeiten für einen neuen WP offiziell begonnen. Zum Start der Bauphase fand eine Baustellenbegehung mit Projektentwicklern, kommunalen Vertretern sowie Eigentümern und Anwohnern statt. Höhepunkt der Veranstaltung war der feierliche Spatenstich, der den offiziellen Baubeginn markierte. Anschließend konnten die Gäste bereits ein fertig gegossenes Fundament besichtigen und sich über den Baufortschritt informieren. Die Projektentwickler wpd und unlimited energy betonten die gute Zusammenarbeit mit den Kommunen sowie die wirtschaftlichen Vorteile für die Region durch gesetzliche Beteiligungen und freiwillige Zahlungen. Die Fertigstellung und IBN des WPs mit acht Anlagen ist für das Frühjahr 2027 geplant.

Offshore-Windbranche fordert Rückgabeoption blockierter Flächen

Der Druck auf die Bundesregierung steigt, da die Offshore-Branche vor einem möglichen Ausbaustillstand warnt und schnelle Anpassungen im Windenergie-auf-See-Gesetz fordert. Der Bundesverband BWO kritisiert, dass bis zu 16 GW an bereits vergebenen Flächen blockiert sein könnten, und plädiert für eine freiwillige Rückgabeoption mit anschließender zügiger Neuausschreibung. Hintergrund sind milliardenschwere Gebote aus früheren Auktionen, deren risikoreiches Design Unternehmen wie BP und TotalEnergies nun offenbar zum Zögern bringt. Gleichzeitig verfehlt Deutschland trotz erstmals über 10 GW Einspeisekapazität die Ausbauziele für 2030 deutlich und rechnet frühestens 2032 mit deren Erreichung.

112 MW-Zuwachs: Vestas expandiert im französischen Windenergiemarkt

Vestas hat im zweiten Quartal des Jahres 2026 neue Aufträge mit insgesamt 112 MW aus mehreren französischen Projekten erhalten und stärkt damit seine Position im europäischen Onshore Markt. Die Projekte umfassen Turbinen mit einer Leistung von 2,2 bis zu 4,5 MW. Darunter sollen neun V117-4,2 MW Anlagen sowie zusätzliche Einheiten der V110 und V136-Serie installiert werden. Alle Installationen sind mit dem AOM 5000 Servicepaket ausgestattet und verfügen über 20 bis 25 jährige Vollwartungsverträge, die eine langfristige technische Verfügbarkeit sicherstellen. Die Auslieferung der Turbinen ist für das dritte und vierte Quartal 2027 vorgesehen, gefolgt von der IBN im gleichen Zeitraum. Damit generiert Vestas planbare, mittel- bis langfristige Service- und Projektumsätze. Ergänzend setzt das Unternehmen sein Aktienrückkaufprogramm fort, zuletzt mit dem Erwerb von 710.000 eigenen Aktien.

Nordex gewinnt Großaufträge in den USA und Aktie steigt

Nordex hat in den USA drei neue Aufträge für WEA mit einer Gesamtleistung von 484 MW erhalten. Insgesamt sollen 88 Turbinen für mehrere Projekte geliefert werden, wobei die Auftraggeber nicht genannt wurden. Das Unternehmen verweist auf seine lokale Produktion und Lieferkette als wichtigen Vorteil für den Ausbau großer Windenergieprojekte in Nordamerika. Die neuen Bestellungen unterstreichen die anhaltend hohe Nachfrage nach Onshore Windenergie in den USA trotz schwieriger politischer Rahmenbedingungen. Die Nordex Aktie reagierte auf die Auftragsmeldung mit deutlichen Kursgewinnen.

INTERSOLAR EUROPE 2026: VSB stellt PV-Projekte vor

Der Projektentwickler VSB hat auf der Intersolar Europe 2026 seine aktuellen Fortschritte im Bereich PV vorgestellt. Das Unternehmen verfügt nach eigenen Angaben über eine Projektpipeline von mehr als 1.000 MWp in Deutschland, Polen und Italien. Neben klassischen PV-Parks setzt VSB zunehmend auf die Kombination von PV und Batteriespeichern. Mit diesem Hybridansatz soll die Nutzung von EE optimiert und die Flexibilität im Energiesystem erhöht werden. Batteriespeicher ermöglichen es, PV-Strom zeitversetzt bereitzustellen und so besser auf die Anforderungen des Strommarktes zu reagieren. VSB sieht insbesondere in Deutschland, Polen und Italien großes Potenzial für den weiteren Ausbau von PV-Energie und Speicherlösungen.

USA: PV-Energie überholt erstmals Kohle

New York – PV-Energie gewinnt im US-Strommix weiter an Bedeutung: Im Mai 2026 hat sie erstmals mehr Strom erzeugt als Kohlekraft. Laut Analyse des Thinktanks Ember lag der Anteil der PV bei 12,8 % und damit über Kohle mit 12,2 %. Mit 45,5 TWh erreichte die PV-Stromproduktion zudem einen neuen Rekord und lag rund 17 % über dem Vorjahreswert, während Kohle trotz leichter Zuwächse im Monatsvergleich auf 43,4 TWh unter Vorjahresniveau blieb. PV-Energie ist damit bereits die drittwichtigste Stromquelle der USA und baut ihre Rolle weiter aus. Im Fünfjahresvergleich zeigt sich die strukturelle Verschiebung deutlich: Der Kohleanteil sank von 19,7 % im Mai 2021 auf 12 %, während sich PV von 5,4 auf 12,8 % mehr als verdoppelte. Die Entwicklung unterstreicht den anhaltenden Wandel im US-Stromsystem hin zu EE.

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