Einleitung
Das Jahr 2025 war für die Energiewirtschaft erneut ein Jahr des Wandels und der Innovation. Politische Entscheidungen, volatile Märkte und technologische Durchbrüche prägten die Entwicklung der Erneuerbaren Energien.
Neben dem Ausbau von Wind- und Solarenergie standen Themen wie Flexibilität, Digitalisierung, Nachhaltigkeit und die Integration neuer Geschäftsmodelle im Fokus. Die Herausforderungen wurden komplexer, aber auch die Chancen vielfältiger: Von der Weiterentwicklung des Marktdesigns über neue Speicherlösungen bis hin zu europäischen Kooperationen.
Mit diesem Rückblick bündeln wir die wichtigsten Erkenntnisse und Impulse aus den Leitartikeln 2025, ordnen sie thematisch und geben einen Ausblick auf die kommenden Aufgaben.
Erneuerbare im Wandel
Der Leitartikel im März zeigt, dass der Anteil Erneuerbarer Energien im Strommix weiter gestiegen ist. Windenergie und Photovoltaik (PV) konnten ihre Position ausbauen, während fossile Energieträger an Bedeutung verloren. Der Regierungswechsel bringt neue Impulse, aber auch Unsicherheiten: Während ambitionierte Emissionsziele und der Atomausstieg den Handlungsdruck erhöhen, bleiben Netzausbau, Speicherintegration und Flexibilitätsoptionen zentrale Herausforderungen. Besonders die Integration von Power Purchase Agreements (PPAs) und regionalen Preissignalen wird als Chance gesehen, um Investitionen zu sichern und die Marktintegration zu verbessern. Der Artikel betont, dass die Richtung stimmt, aber Nachjustierungen bei Netzausbau, Genehmigungsprozessen und Marktdesign notwendig sind. Die Rolle der Politik bleibt entscheidend, um Investitionssicherheit zu schaffen und die Energiewende weiter voranzutreiben. Gleichzeitig wird auf die Bedeutung von Innovationsförderung und europäischer Zusammenarbeit hingewiesen, um die ambitionierten Ziele zu erreichen und die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.
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Erneuerbare im Wandel: Ampel-Bilanz & Regierungswechsel
Negative Strompreise
Die zunehmende Häufigkeit negativer Strompreise ist ein Symptom für die systemischen Grenzen des aktuellen Strommarktdesigns. Der Leitartikel analysiert, wie hohe Einspeisung aus Wind und PV auf eine begrenzte Flexibilität der Nachfrage und Engpässe im Netz trifft. Betreibende stehen vor neuen Risiken, da negative Preise zu Förderverlusten führen können. Gleichzeitig eröffnen sich Chancen: Flexibilitätsoptionen wie Speicher, steuerbare Lasten und intelligente PPA-Strukturen gewinnen an Bedeutung.
Der Artikel empfiehlt, Risiko- und Erlösmodelle frühzeitig anzupassen, technische und vertragliche Flexibilität zu stärken und auf innovative Geschäftsmodelle zu setzen. Wer negative Preisspitzen antizipiert und aktiv steuert, kann Erlösrisiken minimieren und Zusatzwerte durch Systemdienstleistungen erschließen. Die Diskussion wird durch Praxisbeispiele und Marktanalysten ergänzt, die zeigen, wie Unternehmen auf die neuen Marktbedingungen reagieren und welche Strategien sich bewähren.
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Negative Strompreise – Systemisches Symptom und operative Konsequenz – Teil 1
Negative Strompreise – Systemisches Symptom und operative Konsequenz – Teil 2
Europa
Der europäische Kontext gewinnt für die deutsche Energiewirtschaft zunehmend an Bedeutung. Der Leitartikel im November beleuchtet, wie Ausbauziele, Investitionsverschiebungen, Netzintegration und Wasserstoffstrategien auf europäischer Ebene die Rahmenbedingungen prägen. Besonders die Harmonisierung von Genehmigungsprozessen, die Einführung neuer Marktinstrumente und die grenzüberschreitende Flexibilität bieten Chancen für deutsche Akteure.
Der Artikel zeigt, dass der Blick über den nationalen Tellerrand hinaus notwendig ist, um wettbewerbsfähig zu bleiben und von Best Practices anderer Länder zu lernen. Europäische Initiativen wie die Förderung von Wasserstoffprojekten, der Ausbau von Interkonnektoren und die Entwicklung gemeinsamer Marktmechanismen werden als zentrale Hebel für die weitere Integration der Erneuerbaren Energien identifiziert.
Fazit: Wer europäisch denkt und handelt, bleibt auch in einem sich wandelnden Marktumfeld erfolgreich.
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Europa im Wind der Veränderung
Technik, Planung & Bau
Effizienzsteigerung und verlängerte Nutzungsdauer
Die Verlängerung der Lebensdauer von Windenergieanlagen (WEA) rückt immer stärker in den Fokus. Der Leitartikel beschreibt, wie Zustandsdiagnostik, gezielte Retrofit-Maßnahmen und datengetriebene Instandhaltung die Wirtschaftlichkeit und Ertragskraft von Bestandsanlagen sichern. Neben technischen Upgrades wie dem Austausch von Getrieben, Lagern oder Steuerungssystemen spielen auch Versicherungs- und Genehmigungsfragen eine wichtige Rolle. Methodische Wartung, regelmäßige Analysen und gezielte Modernisierungen verlängern deutlich die Nutzungsdauer und verbessern die Investitionsrendite.
Praxisbeispiele illustrieren, wie Betreibende durch vorausschauende Planung und den Einsatz digitaler Tools Wartungskosten senken und die Verfügbarkeit erhöhen. Auch die Integration neuer Technologien wie Condition Monitoring und Predictive Maintenance wird als Erfolgsfaktor hervorgehoben.
Insgesamt wird deutlich: Wer auf Effizienzsteigerung und Lebensdauerverlängerung setzt, bleibt wettbewerbsfähig und trägt zur nachhaltigen Nutzung der Infrastruktur bei.
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Effizienzsteigerung in der Windkraft: Strategien für eine verlängerte Anlagennutzungsdauer
Windenergie
Sicherheit im Betrieb von WEA ist ein zentrales Thema. Der Leitartikel im Juli beleuchtet umfassend die Anforderungen an Arbeitsschutz, technische Sicherheit und Betriebssicherheit.
Von Gefährdungsbeurteilungen über Rettungskonzepte bis hin zu Blitz- und Brandschutzmaßnahmen werden alle relevanten Aspekte behandelt. Eine gelebte Sicherheitskultur, regelmäßige Schulungen und Audits sind essenziell, um Unfälle zu vermeiden und die Verfügbarkeit der Anlagen zu sichern. Praxisnahe Beispiele zeigen, wie Betreibende Sicherheitskonzepte umsetzen und welche Rolle moderne Überwachungssysteme spielen. Auch die Einhaltung regulatorischer Vorgaben und die Zusammenarbeit mit Behörden sind von Bedeutung.
Sicherheit ist nicht nur eine rechtliche Pflicht, sondern auch ein wirtschaftlicher Erfolgsfaktor – denn nur sichere Anlagen sind langfristig leistungsfähig und zuverlässig.
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Windenergie – mit Sicherheit!
Wake-Effekt & Schwingungsverhalten
Nachlaufströmungen (Wake-Effekte) und Schwingungen beeinflussen maßgeblich den Ertrag, den Verschleiß und die Lebensdauer von Windparks. Der Artikel erklärt, wie Turbulenzen und erhöhte Lasten insbesondere in dichten Windparks zu Herausforderungen führen. Durch optimierte Parklauouts, größere Abstände, Höhenstaffelung und dynamisches Curtailment lassen sich diese Effekte minimieren. Datenbasierte Analysten und moderne Simulationsmethoden helfen, Ertragsprognosen zu verbessern und Strukturbelastungen zu reduzieren. Betreibende steigern die Performance ihrer Anlagen durch gezielte Maßnahmen und senken zugleich die Wartungskosten. Auch die Integration von Sensorik und Monitoring-Systemen sind sind wichtige Bausteine für die Betriebsoptimierung. Es wird deutlich, dass ein tiefes Verständnis der physikalischen Zusammenhänge und der Einsatz moderner Technik sind entscheidend, um die Potenziale von Windparks voll auszuschöpfen.
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Wie der Wake Effekt das Schwingungsverhalten von Windenergieanlagen beeinflusst
Ohne Vermessung keine Windkraft
Der Artikel im Februar zeigt, dass Vermessung eine zentrale Voraussetzung für erfolgreiche Windenergieprojekte ist. Vermessungsfachkräfte liefern bereits in der Planungsphase alle entscheidenden Informationen zu Topografie: Geländeformen, Höhenunterschieden, Vegetationen, bestehende Wege sowie potenzielle Hindernisse. Diese Daten ermöglichen eine fundierte Standortbewertung, die Planung optimaler Zuwegungen und die bestmögliche Positionierung der WEA, um Ertrag, Sicherheit und Genehmigungsfähigkeit sicherzustellen. Auch langfristig bleibt Vermessung relevant: Sie dient als Referenz für Monitoring, etwa um Setzungen oder Lageabweichungen frühzeitig zu erkenne.
Fazit: Vermessung ist kein Nebenschritt, sondern ein unverzichtbarer Baustein für präzise Planung, sichere Umsetzung und die nachhaltige Nutzung moderner WEA.
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Ohne Vermessung keine Windkraft: Der Weg zur Energiewende
Regulierung & Verfahren
Annexverfahren
Annexverfahren wie artenschutz- und baubegleitende Auflagen sind, ein entscheidender Schritt zwischen Genehmigung und Umsetzung von Windenergieprojekten. Saubere Lagepläne, technische Nachweise und Monitoring-Auflagen sichern die Rechtssicherheit und den Projekterfolg. Eine klare Roadmap mit definierten Meilensteinen, Verantwortlichkeiten und Dokumentation ist unerlässlich, um Verzögerungen und spätere Anpassungen zu vermeiden. Annex-Prozesse sind frühzeitig zu strukturieren und alle Beteiligten – von Behörden über Projektierende bis zur Bauleitung – müssen eng mit eingebunden werden. Eine vorausschauende Planung und transparente Kommunikation beschleunigen den Realisierungsprozess und minimiert Konflikte. Der Artikel unterstreicht, dass Annexverfahren nicht nur eine formale Pflicht, sondern ein zentrales Instrument für die erfolgreiche Umsetzung komplexer Projekte sind.
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Zwischen Genehmigung und Umsetzung – Die Rolle der Annexverfahren für Projektierende und Betreibende
Windenergie im Wald
Die Errichtung von WEA im Wlad stellt besondere Anforderungen an Planung, Genehmigung und Umsetzung. Der Leitartigel im Dezember beleuchtet naturschutzrechtliche Vorgaben, forstliche Rahmenbedingungen und die Auswahl geeigneter Standort.
Artenschutz, Kompensationsmaßnahmen und Bauverfahren unter schwierigen Boden- und Topografiebedingungen erfordern eine vorausschauende und sorgfältige Planung. Mit belastbaren Daten, klaren Schutzkonzepten und einer lückenlosen Dokumentation können auch anspruchsvolle Projekte erfolgreich realisiert werden. Doch die Zusammenarbeit mit Behörden, Forstwirtschaft und Naturschutzverbänden ist unerlässlich, um Akzeptanz zu schaffen und Genehmigungen zu erhalten.
Fazit: Mit Sorgfalt, Transparenz und Innovationsbereitschaft sind Windenergieprojekte im Wald möglich und leisten einen wichtigen Beitrag zur Energiewende.
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Windenergie im Wald – Rechtliche Grundlagen und planerische Praxis
Finanzierung & Management
Liquiditätssicherung im Asset Management
Volatile Produktion, schwankende Preise und regulatorische Änderungen machen eine robuste Liquiditätsplanung im Asset Management unverzichtbar. Der Leitartikel zeigt, wie kurzfristige, rollierende Planung und langfristige Syenarien helfen, Zahlungsfähigkeit und Investitionspfade zu sichern. Instrumente wie Cash-Monitoring, Covenants-Management, Rucklagenbildung und digitale Tools werden vorgestellt. Ein starkes Liquiditätsregime minimiert nicht nur Risiken, sondern auch die Handlungsfähigkeit in Krisensituationen erhält. Unternehmen sichern durch vorausschauende Planung und den Einsatz moderner Softwarelösungen ihre finanzielle Stabilität. Liquiditätssicherung ist ein zentraler Wettbewerbsfaktor, besonders in einem von Unsicherheiten und Veränderungen geprägten Marktumfeld.
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Liquiditätssicherung im Asset Management
2025 hat gezeigt, dass die Energiewende ein Gemeinschaftsprojekt bleibt, das Innovation, Anpassungsfähigkeit und Zusammenarbeit erfordert. Mit neuen Technologien, flexiblen Geschäftsmodellen und europäischer Vernetzung sind wir gut aufgestellt, um auch kommende Herausforderungen zu meistern.
Wir sind gespannt, welche Veränderungen und Erfolgsfortschritte 2026 bringen wird. In den nächsten Monaten werden wir uns mit weiteren spannenden Themen befassen und freuen uns, dass Sie uns auf diesem Weg begleiten.
Wir wünschen Ihnen ein frohes und gesundes neues Jahr.

